Professionaliserung der Aufsichtsräte

Die neue Regierung aus Union und FDP plant Berichten zu Folge eine deutliche Verkleinerung der Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften. „Dazu werden wir die gesetzlich zulässige Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder von Aktiengesellschaften verringern“, heißt es in einem Arbeitspapier für den Koalitionsvertrag, wie das „Handelsblatt“ in seiner Ausgabe am Dienstag berichtet. Bisher sind höchstens 20 Aufsichtsratsmitglieder in Aktiengesellschaften erlaubt.

CDU und FDP verständigten sich auch darauf, den Einfluss von Gewerkschaftsvertretern im Aufsichtsrat zu verringern. „Das Privileg, welches unternehmensexternen Gewerkschaftsmitgliedern mindestens zwei Sitze im Aufsichtsrat von Konzernen sichert, wird abgeschafft“, heißt es in dem Papier, das noch von der großen Koalitionsrunde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Chef Guido Westerwelle abgesegnet werden muss.

Darüber hinaus wollen Union und FDP „das Mitspracherecht der Hauptversammlung bei der Festlegung der Eckpunkte von Vorstandsvergütungen stärken“. Vergütungen müssten sich dabei stärker am dauerhaften Erfolg des Unternehmens orientieren, heißt es in dem Papier.

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