Intuition und mentale Stärke

Intuition und mentale Stärke können in existenziellen Situationen entscheidend sein. Ein spektakuläres Beispiel dafür bietet eine Schachpartie zwischen dem amtierendem Schachweltmeister Magnus Carlsen und seinem Herausforderer Sergey Karjiakin.

Im Tiebreak des jüngst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaftkampfes befand sich Karjiakin in einer fast aussichtlosen Position. Die kommentierenden Großmeister und auch der kalkulierende Computer sagten dem Herausforderer, der nur noch wenige Sekunden Zeit auf der Schachuhr hatte, eine Niederlage in dieser so wichtigen Rapid-Schach-Partie voraus. Letzlich rettet sich Karjiakin aus dieser schier aussichtslosen Stellung, in dem er sich intuitiv für den einzig richtigen Zug entscheidet, einem überraschenden Zug, mit dem niemand zu diesem Zeitpunkt rechnet. Brilliant!

Unter Intuition versteht der Duden

1. das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs
2. eine Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen.

Am Ende siegte dann doch, Carlsen, und zwar auch auf Grund seiner mentalen Stärke. Nach einer fast sicher gewonnenen Partie, die dann noch mit einem Remis endet, und sich in so einer Situation wie eine Niederlage anfühlen muss, in der unmittelbar nachfolgenden Partie so fokussiert zurückzukommen ist tatsächlich weltmeisterlich.

In der Karierrefibel findet sich ein lesenswerter Beitrag zu dem Thema „Mentale Stärke“.